Im Fluss des Lebens
Es gibt Zeiten, in denen vieles leichter von der Hand geht. Die Ereignisse fließen wie ein natürlich gewundener Fluss durch das Leben. Ein anderes Mal wirken sie schwerfällig, mit Strudeln und Hindernissen, bei denen unangenehme Erlebnisse das Leben bestimmen. Woran liegt das? Ist das Schicksal? Oder freier Wille? Vielleicht ist es die Folge natürlicher Prozesse?
In der Psychologie wird die Seele als Psyche verstanden, in der sich alle gelebten und gefühlten Ereignisse vereinigen. So manch einer vertraut sich dem Gedanken an, ein geistig-energetisches Wesen auf Erden zu sein, das einen Seelenplan im Gepäck mit sich trägt. Wer sich zudem die kosmischen Gesetze und Energien zu Eigen macht, wird zwar nicht ohne Hindernisse, jedoch deutlich leichter seine Seele durchs Leben tragen. Aus religiöser und spiritueller Sicht stellt die Seele eine ewig währende Wesenheit dar. Wie betrachtest du die Seele?
Die Kraft der Seele zeigt sich in einem gesunden Gleichgewicht, wenn dem Wesen der menschlichen Natur entsprochen wird. Sowohl die fühlenden, kreativen, intuitiven Attribute als auch das Denkvermögen, die Logik und die Struktur fordern ihren Anspruch auf gleichwertige Beachtung.
Es lohnt sich gewiss für den eigenen Reifeprozess, einige Aspekte genauer zu betrachten.
Welcher Wind dich auch trägt, so schenkt dir die Klarsicht über deine inneren Ansichten und Werte die Freiheit, bewusst und selbstbestimmt dein eigenes Handeln und Wohlbefinden steuern zu können.
Dieser Artikel stellt eine philosophische Gedankenreise zur Betrachtung der Seele dar und schenkt Impulse zu den natürlichen Prinzipien.

Zwei Seelen in einer Brust
Noch weit vor dem ersten Reich lebten die europäischen Menschen eine naturverbundene spirituelle Identität, auch als Heidentum bezeichnet. Mit der Christianisierung aus fernen Landen überlagerten sich diese Identitäten. Das Heidentum war jedoch aus den Herzen der Menschen nicht wegzudenken, sodass viele Elemente des heidnischen Brauchtums unter neuen Namen ihren rituellen Platz im Kalendarium der Kirche fanden.
Fortan wurden Geschichten nicht mehr laut erzählt. Lieder nicht mehr gesungen. Altes und Neues, Freude und Leid mischten sich im Laufe der Zeit zu etwas Neuem oder zumindest zu dem Versuch, etwas Neues auferstehen zu lassen. Wir können nicht umhin anzuerkennen, dass altes Ahnenwissen durch Katastrophen oder Zerstörung fast in Gänze verloren gegangen ist und sich ein unbekannter Teil der menschlichen Seele nach einer Heimat sehnt, die sich nur schwer in Worte kleiden lässt.
Zwei Seelen schlagen fortan in der Brust des europäischen Menschen. Die alte Heimat erklingt als zarter Ruf, aber auch das, was hieraus geworden ist und bis heute anhält. Dieser Schmerz möchte heilen. Zum Heilen braucht es ein gutes Fundament, denn nur was gegeben und erfahren wurde, kann schließlich wachsen und sich reproduzieren.
Möchte der Mensch also Spiritualität leben, wird er sie nach dem Gesetz der Spiegelung auch erst zuvor erfahren müssen. Dies ist das sprichwörtliche Fundament, aus dem sie hervorgeht. Vermutlich wird das noch ein sehr langer Weg für die Menschheit sein, dies anzuerkennen, ehe in seine Brust Frieden und Vergebung einkehren können, damit aus Zwei’n endlich Eins wird.

Spiritualität
Ein verstaubter, kirchlich besetzter Begriff, der einst im 18 Jh. geprägt wurde, aber im 20 Jh. seine Renaissance erfährt. Viele Definitionen versuchen ihn zu beschreiben. Vielmehr fehlt uns aber ein Wort, um die Lebensweise nach einem höheren Bewusstsein auszudrücken. Falls es je eines gab, ist es verloren gegangen. Das Wort "Christusbewusstsein" beschreibt es vielleicht, allerdings ist es durch seinen geschichtlichen Verlauf negativ konnotiert und sein Beschreibungswert hat an Klarheit verloren.
Spiritualität meint den Einklang zwischen Herz und Verstand und Logik, zwischen Wollen und Handeln, wie auch zwischen Richtig und Falsch. Es bezeichnet ein sinnbesetztes Leben nach den Spielregeln Gottes, auch als universelle Prinzipien oder Naturgesetze bekannt, mit einem Lebensstil nach der goldenen Regel. Es vereint die innere Einstellung zur äußeren Haltung, mit einem hohen Wertespiegel des naturverbundenen Denkens.
Unwissenheit ist das Werkzeug der Angst, welches bis heute überdauert, auch der gewollten Zerstörung alten Ahnenwissens geschuldet. Altes Wissen und aktives Denkvermögen kann jedoch über falsche Ängste obsiegen. Das Ge-Wissen ist hierbei der Leitfaden für das menschliche Handeln, dem das Wesen des Wissens zugrunde liegt.
Welches furchtbare Tal der Radikalisierung der Mensch auch noch durchschreiten muss, seine Natur ist die Neugier, das Streben nach Wachstum und der Ruf der Freiheit. Aufgrund dieser Tatsache wird der Mensch seinen Weg finden. Auf die eine oder andere Weise.
Richtig und Falsch
... entspringen einer tiefen Quelle menschlichen Daseins, welche bereits mit der Niederkunft des Menschen an einen moralischen Kompass gekoppelt ist, dem auch das Mitgefühl, die Intuition und das soziale Verhalten innewohnen. Wir bringen als Menschen eine Natur mit, die uns anhaftet, so wie sich ein Zebra nicht wirklich zähmen lässt. Diese Parameter menschlichen Verhaltens sind jedoch durch äußere Einwirkungen programmierbar. Die Einbindung des Wissens der Naturgesetze könnte deutlich leichter eine gereiftere Entwicklung ermöglichen, wenn die menschliche Programmierung zum Vorteil der Menschheit vorgenommen würde. Hiermit ließe sich das soziale Gefüge deutlich positiver zum Wohle des Menschen gestalten.
Verantwortung
Aufgrund der Größe der Ballungsräume und der Überfrachtung an Regelwerken mit ihren Verboten und des hohen Pensums der Alltagsstruktur, aber auch mit dem Blick auf den Gesamtzustand der Welt, bleibt vielen Menschen keine Zeit mehr für soziale Verantwortung und gewissenvolles Handeln. Der Mangel des allgemeinen Reifegrades, so verletzend diese Aussage auch klingen mag und dabei auch niemanden persönlich ansprechen möchte, steht ebenso nachteilig dem verantwortungsvollen Handeln entgegen. Es ist unmöglich für den einzelnen Menschen die Größe der Strukturen des weltlichen Ausmaßes mit dem Mangel an vorhandenem Ahnenwissen zu erfassen. Und es scheint fast so, wenn wir denn schon von Evolution sprechen, dass der Mensch sich eher rückwärts entwickelt, all seiner Technologie zum Trotz. Diese Technologie und die Erringung von Hochschulabschlüssen täuschen jedoch nur über den Mangel an vorhandener Seelenkraft hinweg. Dieses primäre Dekadenzverhalten einem Neandertaler anzudichten, wäre für ihn eine Beleidigung und würde dieser schöpferischen Spezies nicht gerecht werden.
Geschlechterkraft
Die Seelenkraft oder auch Selbstermächtigung, ist eine Kraft, die dem männlichen Prinzip zugehörig ist, jedoch natürlich immer in beiden Geschlechtern wohnt. Der eigenen Seele ihren Ausdruck zu verleihen bedeutet, sich selbst treu zu bleiben und ihren Willen nach außen zu materialisieren. Dies trifft zu, wenn der Mensch sich selbst verwirklichen möchte. Durch seine Arbeit, sein Unternehmen oder ein Engagement. Das kann z. B. die Veröffentlichung eines Buches oder auch eine Unternehmensgründung sein. Manchmal gibt es jedoch Strömungen, die dem aktiv entgegenwirken. Hierauf antwortet die Seele entweder mit Mut oder mit Angst. Wenn jedoch der Mut verloren gegangen ist, handelt der Mensch entgegen der eigenen Überzeugung, weil er dann einem anderen Willen nachgibt. Also die Angst ergibt sich dem Gegenspieler. Auch die Unwissenheit zählt zum männlichen Prinzip, natürlich auch in beiden Geschlechtern vorhanden. Sie ist die Abwesenheit von Wissen und hat dadurch ein leichtes Spiel, Angst und Ignoranz zu stärken. Hier entstehen die Überschneidungspunkte, an denen Disharmonien das menschliche Wohlbefinden entgleisen lassen und erste Krankheitssymptome sich melden können. Die eigene Schöpferkraft ist dann geschwächt, darf sich nicht ausdrücken und beugt sich dann gehorsam dem Schöpfungs- und Willensprozess eines anderen. Es entsteht Ärger, vielleicht über die Ohnmacht oder darüber, nicht mehr Stärke und Gegenwehr oder Schutzinstinkt aufgebracht zu haben. Es müssen auch nicht immer die großen Dinge im Leben sein. Manchmal sind es die kleinen Dinge.
Die Stärkung einer gesunden Geschlechterkraft, sowohl des weiblichen als auch des männlichen Prinzips, ist elementar, damit sich eine gesunde Seele durch einen gesunden Körper ausdrücken kann.

Verschiedene Definitionen, die den Menschen wie folgt beschreiben:
Quelle: Mensch-Person-Staatswesen, Bd. 2, Gaia Akademie
Der Mensch ist ein geistiges Wesen [Juristisches Wörterbuch, Begriff Menschenwürde]
Der Mensch ist ein denkendes Wesen [DUDEN-online, Begriff: Selbstbewusstsein]
Der Mensch besitzt die Fähigkeit, sich als geistiges Wesen selbst zu erkennen. Carl von Linné notierte für den Menschen: „NOSCE TE IPSUM“ - erkenne dich selbst!
Mit der Selbsterkenntnis als geistiges und denkendes Wesen geht einher, dass der Mensch ein Gewissen, also das Bewusstsein von Gut und Böse des eigenen Tuns entwickelt [DUDEN-online, Begriff: Gewissen]
„Das Menschsein“ ist der geistige Bewusstseinszustand, in dem der Mensch nach diesem Gewissen tätig ist.

Wie definierst du den Menschen?
Geist über den Körper. Vereinfacht gesagt drücken diese Definitionen das aus. Geist über Materie. Der Mensch ist Bewusstsein. Also Energie. Bewusstsein schafft Materie, also den Körper. Vielleicht wurde das Thema einst in der Schule besprochen. Doch, ich kann mich nicht erinnern. Was ist der Mensch? Wer sind wir? Wichtige Fragen, deren Antworten das entsprechende Handlungsbewusstsein anders ausrichten und demzufolge auch eine Beziehung zum Begriff „Seele" definieren.
Wer sich im Fluss des Lebens bewegen möchte, wird sich diese Antworten ergründen wollen.
Über diese Definitionen hinaus finden sich auch spannende Antworten in der Quantenphysik, in der Epigenetik oder der Theosophie. Doch die Spielwiese des Lebens bietet das größte Feldforschungsgebiet. Stress ist ein guter Indikator. Was dem einen zu viel ist, muss es dem anderen noch lange nicht sein. Einer wird krank, der andere nicht. Wieso ist das so? Burnout oder Herzinfarkt sind die typischen Beispiele. Ganz gewiss hat ein jeder, ob aufgeschlossen oder nicht, bereits energetische Erfahrungen machen können oder auch schon Synchronizitäten erlebt. Zum Beispiel, wie Freundlichkeit mit Freundlichkeit gespiegelt wird, schlechte Emotionen nach unten ziehen oder jemand anruft, an den gerade gedacht wurde.
Stress ist nichts anderes als eine Überladung von Energie, die das eigene System überlastet. Eine Antwort auf die Missachtung natürlicher Prozesse. Mit der Kenntnis von den Naturgesetzen entwickelt sich auch ein Verständnis für deine eigene innere Kraft und dein Seelenleben sowie dessen Schwingungsmuster und Wirkmechanismen, die sich zumeist deutlich durch körperliche Symptome ankündigen, wie schon in der Geschlechterkraft erwähnt. Ein Mechanismus, der deutlich zeigt, dass Spannungsfelder auf energetischer Ebene erfolgen, welche sich dann in der materiellen Welt ausweiten, also körperlich. Einmal von wenigen Ausnahmen abgesehen vermittelt sich ein völlig neues Bild über die Entstehung von Krankheitsmustern. Sie geschehen von innen nach außen, aus dem energetischen Feld heraus in das körperliche Feld hinein.
Das gereifte Bewusstsein umarmt das Leben und beschenkt es mit Seelenkraft.

Freiheit. Freier Wille. Schicksal. Zufall.
Woran glaubst du? Wonach richtest du dein Leben aus? Die Beantwortung dieser Fragen ist sehr wichtig für deine Handlungskompetenz. Vertraust du auf das Schicksal, dass es dich führt? Glaubst du, dein freier Wille kann alle Geschicke lenken? Ist der Zufall ein ursachenfreies Ereignis? Wie bewusst bist du in deinem Denken, Fühlen und Handeln? Bestimmst du weitestgehend selbst deine Geschicke oder wirken äußere Einflüsse auf deine Lebensumstände, denen du dich nur schwer entziehen kannst?
Der freie Wille lenkt in der Tat unsere Handlungen und interagiert mit den Absichten unseres inneren Strebens, auch als Seelenplan bezeichnet, dem das Herz auch als Sitz der Seele zugewiesen wird. Zufall ist nur die Bezeichnung für ein unbekanntes Gesetz aus dem Feld der universellen Gesetzmäßigkeiten, denn jedes Geschehnis geht aus einer vorangegangenen Ereigniskette hervor. Diese vermeintlich zufälligen Ereignisse, die gut oder schlecht empfunden werden können, werden dann als Schicksal bezeichnet.
Der innere Ruf möchte scheinbar erlebt werden. Eintretende Ereignisse, Gefühle und Emotionen werden uns auch immer wieder hieran erinnern, wenn diesem Herzensgefühl nicht gefolgt wird. Und alles zusammen vermischt sich mit der eigenen Prägung, den Werten und der Handlungskompetenz.
Es ist also weder nur das eine noch das andere, sondern ein sehr komplexer kosmischer Mechanismus, wo die innere Seele und der freie Wille in Beziehung zueinander stehen und das Prinzip der Freiheit den Grenzen der Naturgesetze unterliegt, weil sich ein Spannungsfeld entwickeln kann, in dem die innere Absicht nicht in Kohärenz zur ausführenden äußeren Handlung steht.
Die Selbstbestimmung lenkt das eigene Geschick, die Fremdbestimmung des anderen Glück.

Vertraue der inneren Führung
Unsere Gesellschaft hat eine Struktur. Kindergarten. Schule. Ausbildung oder Studium. Es ist schwer, auf diesem Weg seine eigene Kraft zu finden und dahinter die Interessen aus den Kindertagen wiederzuentdecken oder sich an den leisen Klang der Seele zu erinnern. Auf dem Weg des Erwachsenwerdens haben wir verloren, der inneren Führung zu vertrauen. Emotionale Fähigkeiten oder die Kunde des Lebens werden kaum gefördert. Das bedeutet, darauf zu vertrauen, mit den eigenen Fähigkeiten sich selbst oder auch die Familie ein gutes Leben sichern zu können. Mehrflächig sind die Menschen heute in einer Festanstellung tätig und bringen ihre Energie für einen anderen Menschen auf, der sich mit dessen Kraft verwirklicht. Das entspricht dem allgemeinüblichen Bild. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, auf diese Weise sein Auskommen zu sichern. Wer hierin sein Glück findet, macht alles richtig.
Weltweite Statistiken in Bezug auf das Glücksempfinden oder auch den gesamtheitlichen Gesundheitszustand sprechen deutliche Zahlen der empfundenen Unzufriedenheit aus. Der überprüfende Blick in das eigene Umfeld wird diese Untersuchungen bestätigen, auch wenn es um das eigene Selbst gut bestellt ist. Nur nebenbei bemerkt: Die Finnen sind Vorreiter des Glücks, was vermutlich auch an der geringen Bevölkerungsdichte liegt.
Unsere Seele wird sich immer ausdrücken, im Kleinen und im Großen, über unsere Empfindungen und unseren Körper.
Folge deinen Interessen
Wenn wir also Bewusstsein sind, dann sind wir geistige Wesen, die eine Erfahrung durch einen physischen Körper erleben wollen. Der menschliche Körper dient als Ausdruckselement für ein Erlebnisstreben, wie die Nutzung eines Avatars. Es ist der Ort der Niederkunft im Entstehungsprozess des Menschen. Kleine magische Wunder lassen sich beobachten, wenn dem innersten menschlichen Streben Ausdruck verliehen wird. Doch auch, wenn die Tiefe des eigenen Wollens noch unergründet bleibt, ist die aktive Willensbekundung, der eigenen Seele näherkommen zu wollen, der erste zu gehende Schritt, um weitere Prozesse anzukurbeln.
Doch wie gelingt nun die Verbindung mit der eigenen Seele?
Hierin liegt gewiss die Herausforderung. Der erste Same entsteht durch die Absichtsbekundung, etwas ändern zu wollen, und dieses auch aktiv in die Tat umzusetzen. Das innere Hineinspüren nach den eigenen Wünschen, Gefühlen und Empfindungen geht diesem Schritt voraus und wird durch das innere Feuer des Herzens entfacht. Energien entwickeln sich und das Universum (Umwelt) sendet neue Angebote.
Es gibt verschiedene Tore, die einen Zugang zu spirituellem Wachstum oder das Finden einer erfüllenden Aufgabe gewähren. Kreativität, Achtsamkeit, Körper- und Persönlichkeitsarbeit, Forschung, das Führen eines Tagebuches, der Ausbau eines Hobbys, bewusste aktive Denkprozesse, die Verwirklichung eines Projektes und sogar die Einbindung magischer Elemente ... so denn das Herz hierbei eine Stimme hat. Höre also auf dein Herz.
So seltsam es auch klingen mag, in der Verbindung mit dem Körper liegt ein großes Geheimnis. Wir haben tatsächlich die Verbindung zu unserem Körper und Mutter Natur verloren. Der kreative Schaffensprozess ist ein sehr intensiver Zugang zur inneren Verbindung und lässt die Erinnerungen der kleinen Kinderseele wieder in uns aufblühen. Zudem kann das Zellgedächtnis durch die Anbindung an unsere Wurzeln aktiviert werden. Das Leben schickt uns Zeichen, um dem inneren Impuls zu folgen. Achte einmal darauf.
Tanzen, Singen, Gärtnern, Handwerkeln oder auch Häkeln ... wenn dein Herz sich berührt fühlt und du liebst, was du tust, verbindet sich deine Seele mit dem Körper und es entsteht Harmonie. Im Einklang vollzieht sich eine Anbindung an die eigenen Wurzeln und die Kraft deines vollen Potenzials kann sich entfalten. Dir wachsen Flügel und das Leben wird leichter und größer. Horche in dich hinein und entdecke, was du gerne magst. Vertraue auf diese Impulse und die Intuition deines Herzens und schenke ihnen Raum.
Das Streben nach Glück sollte jedem Menschen ein tiefes Bedürfnis sein. Natürlich sollten auch die äußeren Umstände den Rahmen stellen. Festzustellen bleibt jedoch, dass beiden Bestrebungen wohl noch ein langer Weg bevorsteht.
Oftmals sind die Rahmenbedingungen denn alles andere als günstig und das individuelle Glücksstreben weicht sehr oft der Akzeptanz für die Alltagsumstände. Die Kunst liegt also darin, trotz widriger Umstände deinen Weg zur Erfüllung deiner Bedürfnisse einzuleiten und auf die kosmischen Fügungen zu vertrauen, ohne etwas erwarten zu wollen. Alles fügt sich. Und sobald der erste Schritt getan ist, folgt der nächste.
Tue, was du liebst - Liebe, was du tust und schenke dem Leben Vertrauen.
Die unsichtbare Seele ruft: Hier!
Unsere Seele oder, anders ausgedrückt, unser Inneres möchte gesehen werden. Jedoch ist so ziemlich alles in unserer von uns selbst erschaffenen Kultur darauf ausgerichtet, die Seele ja nur ungesehen zu belassen. Unsere Seelenkraft wird durch fremdbestimmte Alltagsstrukturen erdrückt, die nur sehr schwer zu durchdringen sind. Der tätigkeitschaffende Mensch soll strukturiert für andere funktionieren. Da bleibt einfach keine Zeit für die kleine Seele. Doch unsere Seele weiß dem etwas entgegenzusetzen. Sie trägt ein Wahrheitsgen in sich sowie einen moralischen Kompass, der sich auf richtig und falsch einzunorden weiß und mit ihren Qualitäten in einem unmittelbaren Bezug zu den Naturgesetzen steht, so wie der Mensch untrennbar mit Mutter Natur verschmolzen ist, die Göttin aller Göttinnen.
Wandel durch Wissen - Die Seele will lernen
Wir können es nicht leugnen. Wir sind Wesen der Natur. Und unser innerstes Sehnen möchte auch nach den Gesetzen der Natur leben. Doch was sind die Gesetze der Natur? Nun, ... sie haben keinen Platz im Rahmen unserer Kultur, denn sie kollidieren mit dem vorhandenen Normativ künstlicher Regelwerke. Doch jede Zelle unseres Körpers sehnt sich danach, dieses wahrhaftige Wissen erlangen zu wollen. Du kannst es durch Beobachtung erfahren und erkennen. Doch weise Menschen haben sich bereits die Mühe gemacht und dieses Wissen zum Wohle der Menschheit niedergeschrieben, weil sie bereits wussten, dass das Beobachten eine schwere Herausforderung sein wird. Unter den Namen "Naturgesetze" oder "Universelle Gesetze" wirst du fündig. Sie offenbaren dieses Wissen, um die dahinterliegenden Probleme erkrankter Gesellschaften zu erkennen, aber sie geben dir auch ein Handwerkszeug, um dein eigenes Geschick, Denken und Fühlen positiv lenken zu können. Ein großer Schatz der Menschheit, jedoch ist dieser nicht im Schulsystem mit eingebunden.
Geht es der Seele gut, geht es dem Körper gut
Wohin sich unsere Aufmerksamkeit richtet, dorthin richtet sich auch unsere Energie. Wer seinen inneren Bedürfnissen gerecht wird, tut seiner Seele Gutes. Die Seele ist ein empfindsames Wesen auf Sinnessebene, zu der sich eine Verbindung mit der Entwicklung des Körperbewusstseins aufbauen lässt. Eine Lernaufgabe, die es zu meistern gilt.
Ethik und Moral, Wahrheitsstreben, Selbstliebe, Mut, Mitgefühl, Gewissen und Ausdrucksstreben und noch so viel mehr können als positive Attribute durch unsere Seele verkörpert werden, wenn die Liebe ihren Samen in frühester Entwicklung setzen durfte und unsere Handlungen der inneren Absicht treu bleiben. Im Umkehrschluss können Ängste und Zweifel bis hin zu Gewalt einen gegenteiligen Effekt hervorrufen.
Körper und Seele bilden eine Einheit, wie zwei Lichtteilchen, die scheinbar getrennte Wege nehmen, jedoch auf magische Weise verbunden sind. Harmonie zwischen beiden Zuständen bedeutet Gesundheit. Wer dem Prinzip folgt, dass sich unsere Seelenessenz in einem physischen Körper erfährt, wird festhalten wollen, dass manchmal noch der Seelenplan als zu lernende Aufgabe dazwischenliegt, weil die Seele eine ganz bestimmte Erfahrung machen möchte. Diese Analogie lässt sich auch als Lebensaufgabe oder Verpflichtung betrachten. Doch überwiegend zeigt sich das Abbild der Gesellschaft nicht durch Erfahrung machende Seelen oder fleißige Menschen, sondern vielmehr durch die Missachtung der Naturgesetze.
Betrachte deine Seele
Leid und Trauma sind die Alltagsgefährten des Menschen, aus deren Erfahrungen viel Neues entspringt. Wir können nur denken, was wir kennen. Und wir können nur so gut sein, wie das Werkzeug, das uns formte. Wollen wir also Besseres hervorbringen, werden wir nicht umhin kommen, uns selbst zu betrachten, wie auch unser Tun, unser Denken und Fühlen oder unsere dunklen Schubladen, um hieran zu wachen und fruchtbringend ein neues Fundament zu formen. Wenn wir also tatsächlich etwas Besseres wollen, werden wir der Natur des Menschen gerecht werden müssen. Wir werden sowohl lernen als auch hinsehen müssen. Im Innen und im Außen. Hierin liegt natürlich die Crux. Auch wenn dies das Gemeinschaftsbild positiv gestalten kann, so wird dieser Wandel jedoch nur vom einzelnen Individuum bewirkt. Ungeschönt lässt sich sagen, dass hierin eine große Anstrengung und ein großer Mut liegen. Die eigenen Wunden zu betrachten, zu heilen und die Präsenz der Bewusstheit hervorzustellen, ist und bleibt die größte Herausforderung an das eigene Selbst, doch der Lohn hierfür ist alle Mühe wert.
Die Sprache der Seele
... drückt sich auch in Bildern aus. Diese Tatsache kann nutzbringend im Heilungsprozess eingesetzt werden, um die eigene Tiefe zu erforschen. Die freie Assoziation ist daher das Mittel der Wahl, um Verborgenes aufzudecken, Wünsche zu erforschen und die eigene Entwicklung voranzubringen.
Ein befreiter Geist möchte nicht wieder in die Flasche zurück.

Vielleicht ist auch alles ganz anders
Wer weiß das schon. Dass alle Materie und Nichtmaterie aus Energie bestehen, scheint unbestritten. Der Mensch wird als das Abbild Gottes beschrieben. Diese bildhafte Beschreibung stellt eine Entsprechung dar, die in Analogie zu den wirkenden Kräften der Natur steht. Vielleicht liebt die göttlich-universelle Kraft die Gewalt, denn sie wurde uns gegeben, wie in gleichem Maße auch die Güte und das Mitgefühl, Denkvermögen, Kreativität und Intuition. Vielleicht ist alles ein Spiel und wir werden beobachtet, wie wir den freien Willen gebrauchen. Vielleicht sind die kleinen Seelchen, die sich durch unsere Körper ausdrücken, auch nur Irrlichter in der Dunkelheit, die lernen wollen, oder ein ganz verrückter Gedanke: Sie besetzen diese Körper durch ihre seelenhafte Präsenz und daher kämpfen zwei strittige Kräfte in uns. Wie verhält es sich eigentlich mit dem Körper? Trägt er die Seele oder die Seele den Körper? Oder verpufft im Tode einfach alles nur zu Staub, um sich wieder im Gefüge der Natur einzuordnen? Es gibt so unzählig viele Denkmodelle, dass es manchmal unmöglich scheint, an die eigenen Urwurzeln heranzureichen.
Philosophisch nachgefragt: Bedeutet Seele gleich Liebe und Wahrheit?
Wenn nach den spirituellen Lehren der Mensch als verkörperte Seele auf Erden wandelt, um eine ganz bestimmte Erfahrung machen zu wollen, und diese Ereignisse doch zumeist an Schrecken und Trauma gebunden sind, was genau sagt das eigentlich über die göttliche Seelenessenz aus? Dass sie Elend und Leid benötigt oder bevorzugt, um wachsen zu können? Sie inszeniert das Streben nach einer bestimmten Erfahrung mit ihrem großen Plan über das Pflaster von Schmerz und Leid, um dann erst den Weg zum großen Glück zu ebnen? Und wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten? Und das immer und immer wieder? Versteht sich das als bedingungslose Liebe, die grundsätzlich sowohl das Gute als auch das Schlechte gleichermaßen zu schätzen weiß? Ist das der Ausdruck wahrer Liebe von der göttlichen und seelischen Präsenz, solch einen Bauplan ins Leben zu rufen, indem der Mensch entweder der Schwäche der Neugier oder den Absichten des Seelenplanes erliegt? Oder sagt uns das nur, dass wir ernten, was wir säen, nach den Spielregeln Gottes, die womöglich Hand in Hand mit dem Seelenplan gehen? Kann das alles ein großes Spiel sein? Doch ein Spiel dient der Freude. Wer erfreut sich also hieran? Allenthalben wirken vielleicht auch so große Kräfte, deren Gesamtheit sich nicht überblicken lässt und die unser Denkorgan einfach nicht erfassen kann. Vielleicht liegt eben genau hierin das unerschöpfliche Maß der Liebe, des Werdens, des Vergehens und die stete Veränderung. Aber vielleicht müssen wir auch anerkennen, dass es gegenpolige Interessen gibt, die nicht dem Wohle der Menschheit und des Wahrheitsstrebens dienen und listig im Schafspelz daherkommen und nur durch aktives Hinsehen erkannt werden können.
Es gibt nur eine Wahrheit!
Gedankenspiele unterstützen den aktiven Denkprozess und fördern die Lust am Philosophieren. Was sich hierbei aber philosophisch analysieren lässt, ist, dass der Mensch Handlungen ausführt. Tag ein, Tag aus. Der Mensch handelt. Ein Leben lang. Und dass seine Handlungen immer Wirkungen nach sich ziehen. Dies ist eine unumstößliche Wahrheit! Unabhängig von der Wahrnehmung jedes einzelnen. Denn es muss unterschieden werden zwischen Wahrheit und Wahrnehmung. Wahrheit hat etwas Beständiges, während Wahrnehmung wandelbar ist.
Es sind die Entscheidungen, die das Leben bestimmen
Doch ob nun alles ganz anders ist, ob endliches Leben oder unendliches Bewusstsein oder der Mut zur klaffenden Lücke dieser philosophischen Menschheitsfrage, so können wir uns nur entscheiden, was wir glauben oder ignorieren wollen und wie wir unsere Handlungen ausrichten, damit wir unseren Weg zu unserem Besten ausrichten können. Die Naturgesetze bleiben, wie auch immer alles sein mag ...
Wer sich mit vergangenen Bräuchen beschäftigt, wird vermutlich einen Anflug von Wehmut verspüren. Alte Ahnenbräuche, die auf die Heilung der Seele ausgerichtet waren und uns fast in Gänze verloren gegangen scheinen, zeichnen einen großen Verlust beraubter Qualitäten wider, welche uns nicht einmal mehr bewusst sind. Altes Ahnenwissen bewahrte den Fluss der Energien und wurde durch die Alten an die nächste Generation weitergereicht. Wer hier an der Oberfläche kratzt, wird möglicherweise einräumen, dass zwischen Himmel und Erde mehr Verborgenes liegt, als Worte je beschreiben können, und dass sich möglicherweise Fehler eingeschlichen haben, die nun seit vielen Generationen an die Nachkommen übergeben werden.
Bei allen Verlusten und Irrwegen zum Trotz, so bleiben uns doch zumindest noch unsere freien Entscheidungen. Auf dem Spielfeld des Lebens richten neben den kollektiven Einflüssen nur die Entscheidungen das eigene Leben aus, die auf unseren Werten wurzeln und sich durch Klarheit herausgebildet haben. Worauf sich deine Energie richtet, also dein Glaube, dorthin lenkt sich dein Leben. Kein theologischer Ansatz lässt sich beweisen, nicht einmal die Evolutionstheorie oder der Urknall. Nichts. Auch Staatsgebilde und Religionen gehören hierzu und bilden nur ein Glaubensmodell ab, welches durch menschliches Handeln hervorgeht. Unsere Wahrnehmungen können verschieden sein und sich auch täuschen lassen, aber nicht die Wahrheit der menschlichen und kosmischen Natur. Interessenbeugung und Manipulation sind der Nebel der Klarheit, können jedoch mit einem gewissen Maß an Anstrengung durchdrungen werden, um die wahrhaftige Natur des Seins wiederzuentdecken. Sie geht niemals verloren, sie ist allenfalls verschleiert. Genau das gehört vermutlich zum Spiel des Lebens dazu. Das ist wohl der Preis für die persönliche Entwicklung.
Wenngleich die Existenz des Menschen noch immer im Verborgenen ruht, so lässt sich das Wirken der kosmischen Kräfte hingegen nicht bestreiten. Liebe erzeugt Liebe. Hass erschafft Böses.

Zusammenfassung
Seien die Überlegungen nun religiös, spirituell oder atheistisch motiviert, jeder muss seinen Weg allein finden. Doch der Glaube allein erschafft keinen besseren Menschen, sondern nur seine Taten. Die Freude und die Schönheit des Lebens liegen wohl einfach nur darin, dem Herzen zu folgen und mit den Pflastersteinen dorthin keinen Schaden zu verursachen. Ziele stützen sich jeweils auf eine Überzeugung und prüfen den Mut zur Handlung. Unsere Entscheidungen richten somit unsere Handlungen aus, die auf ihren tiefsten Werten wurzeln sollten, um in der eigenen Authentizität zu bleiben.
Mit großem "Glück" werden gesunde Werte an die nächste Generation gereicht und mit viel Liebe vermittelt. Wie es hierum bestellt ist, kann nur jeder für sich selbst prüfen. Hilfreich kann das Wissen und die Anwendung zu den universellen Prinzipien sein, ein alter Ahnenschatz aus längst vergangenen Zeiten, dem die Urpräsenz vom Wesen der existentiellen Wahrheit innewohnt. Denn ob nun gewünscht oder ungewünscht, entfalten diese Gesetzmäßigkeiten immer ihre Wirkung in Form einer harmonischen Schwingung oder einer natürlichen Begrenzung. Sprich: „Wir ernten, was wir säen." Somit ist der Einfluss auf das persönliche Leben durchaus beachtlich und zum größten Teil durch die eigenen Entscheidungen selbst beeinflussbar. Die eigenen Werte zu erforschen kann überraschende Erkenntnisse offenbaren, ebenso wie die bewusste Beschäftigung mit vorhandenen Glaubensmodellen und das Herantasten an die elementare Wahrheit. Dies alles geht nur über den Weg der Klarheit und Bewusstheit und dem Wissen der Naturgesetze.
Letztendlich jedoch ist es die kleine Seele, unser Innerleben, unsere Psyche, welche danach strebt, sich ausdrücken zu wollen. Unser Inneres ruft danach, den eigenen Interessen folgen zu wollen. Das achtsame Hineinspüren in das eigene Herz und den Verstand, eine gesunde Seelenhygiene sowie Zuwendung und ein Streben nach harmonischem Ausgleich und Erfüllung führen dann auch zu einem heilsamen und aus dem tiefsten Inneren angestrebten Leben. Die Richtung weist uns der Körper durch die Gefühle und Empfindungen oder nötigenfalls durch seine Symptome, wenn die Reise zu sehr vom Weg abgekommen ist. Die Kohärenzhandlung (werteorientierte Handlung), also die Übereinstimmung der eigenen Werte im Verhältnis zur ausgeführten Handlung, im Einklang mit den Naturgesetzen, sowie der Weg des Herzens mit einer Portion Mut sind hierbei sicherlich ein guter Wegweiser. Auf diese Weise kann jedes Weib und jeder Mann den Weg in die eigene Seelenkraft zurückfinden und ein Selbstvertrauen in das eigene Menschsein entwickeln. Denn darum geht es. Die eigene innere Kraft zu finden, um das Wesen zu sein, das du in Wirklichkeit bist.
In der Stille flüstert das Herz dir zu und ebnet den Weg zum magischen Garten der Seele.